Frage 1 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

  1. Die Approbation als Arzt
  2. Das abgeschlossene Studium der Psychologie
  3. Die allgemeine Heilpraktikererlaubnis
  4. Die auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkte Heilpraktikererlaubnis
  5. Die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut

 

A). Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B). Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C). Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

D). Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Die Approbation als Arzt berechtigt zur selbständigen Durchführung von Verhaltenstherapie bei psychisch kranken Menschen.

Zu 2.) Falsch! Um mit psychisch kranken Menschen zu arbeiten, benötigt ein Psychologe zusätzlich eine psychotherapeutische Ausbildung.

Zu 3.) zu 4.) Richtig! Auch die allgemeine Heilpraktikererlaubnis und die Heilpraktikererlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie berechtigen zur selbständigen Durchführung von Verhaltenstherapie bei psychisch kranken Menschen. Eine fundierte verhaltenstherapeutische Ausbildung ist immer empfehlenswert!

Zu 5.) Richtig! Die Approbation als Psychologischer Psychotherapeut berechtigt natürlich ebenfalls zur selbständigen Durchführung von Verhaltenstherapie bei psychisch kranken Menschen.


 

Frage 2 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Folgende Symptome sprechen eher für ein Delir als für eine Alzheimer-Demenz:

  1. Akuter Beginn
  2. Klares Bewusstsein
  3. Hinweis auf eine körperliche Erkrankung oder Intoxikation
  4. Wortfindungsstörung
  5. Fluktuierender Symptomverlauf

 

A). Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B). Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

C). Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D). Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

Antwort B) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Da eine Alzheimer-Demenz schleichend beginnt, weist ein akuter Beginn eher auf ein Delir hin. Das Delir gehört zu den akuten organischen Psychosen.

Zu 2.) Falsch! Beim Delir ist die Bewusstseinsstörung ein Leitsymptom. Menschen mit Alzheimer-Demenz sind bewusstseinsklar.

Zu 3.) Richtig! Ursachen für ein Delir können unter anderem körperliche Erkrankungen oder Intoxikationen sein. Bei der Alzheimer-Demenz sterben Nervenzellen im Gehirn ab. Die Ursachen der Erkrankung sind bis heute noch nicht geklärt. 

Zu 4.) Falsch! Die Wortfindungsstörungen sind typisch für eine Alzheimer-Demenz, können aber auch bei einem Delir auftreten.

Zu 5.) Richtig! Laut ICD-10 ist der "fluktuierende Symptomverlauf nicht ungewöhnlich". Er ist beim Delir sogar relativ häufig. Eine Alzheimer-Demenz verläuft langsam progredient. 


 

Frage 3 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Typisch für eine Alkoholabhängigkeit sind:

  1. Craving
  2. Hyperarousal
  3. Dissoziation
  4. Kontrollverlust
  5. Tolleranzentwicklung

 

A). Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B). Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C). Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D). Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Beim Craving handelt es sich um das unwiderstehliche Verlangen nach der Substanz (Suchtdruck).

Zu 2.) Falsch! Beim Hyperarousal handelt es sich um Flashbacks, die bei der posttraumatischen Belastungsstörung auftreten, jedoch nicht bei einer Alkoholabhängigkeit.

Zu 3.) Falsch! Die Dissoziation ist nicht typisch für die Alkoholabhängigkeit. Die Ursachen einer Dissoziation sind in der Regel ein Zusammenspiel aus persönlichen Voraussetzungen und traumatischen Erlebnissen. Die Dissoziation findet sich z.B. auch bei der posttraumatischen Belastungsstörung, bei den dissoziativen Erkrankungen, bei der akuten Belastungsstörung und der Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Zu 4.) Richtig! Alkoholabhängige haben keine Kontrolle mehr über ihr Trinkverhalten. Manchmal trinken sie sogar bis zur Bewusstlosigkeit.

Zu 5.) Richtig! Bei der Toleranzentwicklung muss der Alkoholabhängige die Dosis immer wieder erhöhen um die gleiche Wirkung zu erzielen und um Entzugssymptome zu vermeiden.


 

Frage 4 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zum Intelligenztest (z. B. HAWIE: Hamburg-Wechsler-Intelligenztest für Erwachsene, Mittelwert 100, Standardabweichung 15) treffen zu?

 

A). Ein IQ (Intelligenzquotient) von 50 entspricht derdurchschnittlichen Intelligenz

B). Bei einem IQ von 100 haben 50 % der Referenzgruppe einen höheren Intelligenzquotienten

C). 30 % der Menschen liegen zwischen einem IQ von 85 bis 115

D). Ein IQ von 115 entspricht einem Prozentrang von 99 (99 % der Referenzgruppe erreichen niedrigere Werte im Test)

E). Ein IQ von weniger als 20 entspricht nach der ICD-10 einer schwersten Intelligenzminderung

Antworten B) und E) sind richtig.

 

Zu A) Falsch!

Zu B) Richtig! Ein IQ von 100 entspricht dem Mittelwert. 50% der Probanden liegen somit unter dem Durchschnitt wohingegen 50% der Probanden darüber liegen. 

Zu C) Falsch!

Zu D) Falsch!

Zu E) Richtig! Ab einem IQ von unter 20 spricht man von schwerster Intelligenzminderung. 


 

Frage 5 von 28

Einfachauswahl

Welches Krankheitsbild gilt am ehesten als Kontraindikation für das autogene Training?

 

A). Eine Migräneerkrankung

B). Eine akute paranoide Psychose

C). Eine Bluthochdruckerkrankung

D). Ein Schlafapnoesyndrom

E).Eine psychosomatische Störung 

Antwort B) ist richtig.

 

Allgemeine Antwort: Ungeeignet ist das Autogene Training für Menschen mit z.B. akuten Psychosen, Alzheimer-Demenz, Schizophrenie, schweren Depressionen, starken Angstzuständen oder Zwängen. Durch die Konzentration nach "Innen" kann es zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes kommen. Geeignet ist das autogene Training z.B. bei innerer Unruhe, Migräne, Bluthochdruck, Schlafapnoe, psychosomatische Erkrankungen, Stress, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen,  Magenprobleme, Schmerztherapie, usw. 


 

Frage 6 von 28

Einfachauswahl

Ein 65-jähriger Patient befindet sich seit einigen Wochen im Ruhestand. Seine Frau berichtet, dass er sich seither stark verändert habe. Er sei sehr zurückgezogen und wortkarg. Wenn er mit ihr spreche, äußere er nur Sorgen und Ängste.

Welche Diagnose trifft für diese Beschreibung am ehesten zu?

 

A). Posttraumatische Belastungsstörung

B). Anpassungsstörung

C). Somatisierungsstörung

D). Abhängige Persönlichkeitsstörung

E). Angststörung

Antwort B) ist richtig.

 

Zu A) Falsch! Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung hätte der Mann ein extrem belastendes Ereignis oder eine Bedrohung mit katastrophalem Ausmaß erlebt und würde von Flashbacks berichten.

Zu B) Richtig! Die Berentung vor einigen Wochen ist die einschneidende Lebensveränderung. Dadurch wurden die Symptome wie Zurückgezogenheit, Wortkargheit, Sorgen und Ängste bei dem Mann ausgelöst. Dies spricht für eine Anpassungsstörung.

Zu C) Falsch! Bei der Somatisierungsstörung hätte der Mann wechselnde multiple körperliche Beschwerden und das bereits seit mindestens 2 Jahren.

Zu D) Falsch! Hätte der Mann eine abhängige Persönlichkeitsstörung würde er unter übermäßig starken Trennungsängsten leiden, Klammerverhalten zeigen, kein Durchsetzungsvermögen, usw. Dies hat mit dem Fallbeispiel nichts zu tun. 

Zu E) Falsch! Auch wenn durch die Sorgen und Ängste eine generalisierte Angststörung anzunehmen wäre, fehlen dem Mann die vegetativen Beschwerden wie ständige Nervosität, Zittern, Muskelverspannungen, Benommenheit, usw. Eine generalisierte Angststörung tritt meist nach einer langdauernden Belastung durch äußere Umstände auf. Im Fallbeispiel sind es lediglich einige Wochen.


 

Frage 7 von 28

Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?

Der Begriff „Polytoxikomanie“ bezeichnet üblicherweise

 

A). Eine manische Phase, die durch eine Vergiftung hervorgerufen wird

B). Eine Mehrfachabhängigkeit von verschiedenen psychotrop wirkenden Substanzen

C). Eine Zwangserkrankung, bei der Vergiftungsängste im Vordergrund stehen

D). Ein Entzugssyndrommit manischen Symptomen

E). Eine akute Intoxikation mit Arzneimitteln

Antwort B) ist richtig.

 

Allgemeine Antwort: Unter Polytoxikomanie versteht man die gleichzeitige Abhängigkeit von mehreren Suchtstoffen. Zum Beispiel die Abhängigkeit von Alkohol und Medikamenten. 


 

Frage 8 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Typisch für eine Borderline-Persönlichkeitsstörungen sind:

  1. Hypersomnie
  2. Anhaltende akustische Halluzinationen
  3. Chronisches Gefühl innerer Leere
  4. Impulsivität
  5. Selbstschädigende Handlungen

 

A). Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B). Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C). Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

D). Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch! Bei der Hypersomnie handelt es sich um die "Schlafsucht", die durch einen übermäßigem Tageschlafbedarf gekennzeichnet ist. Das ist nicht typisch für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Zu 2.) Falsch! Halluzinationen sind psychotische Symptome und bei keinerPersönlichkeitsstörung zu finden.

Zu 3.) zu 4.) zu 5.) Richtig! Das chronische Gefühl innerer Leere, die Impulsivität und das selbstschädigende Verhalten sind typisch für eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. 


 

Frage 9 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Ursachen und Symptomen der Schizophrenie treffen zu?

  1. Nach aktueller Auffassung besteht eine multifaktorielle Krankheitsentstehung
  2. Für eine genetische Komponente gibt es bisher keine Hinweise
  3. Bei der akuten paranoiden Schizophrenie wird das klinische Bild von den Symptomen Affektverflachung und Antriebsstörung beherrscht
  4. Bei manchen Patienten bestehen körperliche Wahrnehmungsstörungen (Zönästhesien)
  5. Das schizophrene Residuum ist vorwiegend durch Positivsymptome gekennzeichnet

 

A). Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B). Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

C). Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

D). Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

Antwort B) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Die genaue Entstehung der Schizophrenie ist bis heute noch nicht endgültig bekannt. Es wird aber von einer multifaktoriellen Entstehung ausgegangen. Als Erklärung kann das Vulnerabilitäts-Stress-Modell angewandt werden.

Zu 2.) Falsch! Die genetische Komponente ist eine der Entstehungsfaktoren für die Schizophrenie.

Zu 3.) Falsch! Affektverflachung und Antriebsstörung gehören zum Bild der hebephrenen Schizophrenie. Bei der paranoiden Schizophrenie stehen Halluzinationen und Wahn im Vordergrund.

Zu 4.) Richtig! Bei der zönästhetischen Schizophrenie zum Beispiel stehen die körperlichen Wahrnehmungsstörungen im Vordergrund. Betroffene spüren z.B. Fremdkörper oder Parasiten unter der Haut oder glauben sie seien vergiftet.

Zu 5.) Falsch! Das Gegenteil ist der Fall. Kennzeichnend für ein schizophrenes Residuum ist eine ausgeprägte Negativsymptomatik.


 

Frage 10 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Ein Patient mit bekannter Abhängigkeitserkrankung befindet sich in Ihrer regelmäßigen psychotherapeutischen Behandlung. Beim aktuellen Gesprächstermin zeigt er ein verändertes Verhalten. Zusätzlich fallen Ihnen sehr weite Pupillen (Mydriasis) auf.

 

1. Tremor
2. Vermehrte Harnausscheidung (Polyurie)
3. Gewichtszunahme
4. Übelkeit
5. Gesteigertes Durstempfinden

 

A) Nur die Aussagen1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Antwort E) ist richtig!

 

Zu A-D) Richtig!

Allgemeine Antwort: Es handelt sich bei allen aufgeführten Symptomen um typische Nebenwirkungen, die im Rahmen einer Lithiumtherapie auftreten können. Weitere Nebenwirkungen können Veränderungen des Blutbilds, Schilddrüsenveränderung und Einschränkung der Nierenfunktion sein. 


 

Frage 12 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Typische Merkmale des somatischen Syndroms bei einer depressiven Episode (nach ICD-10) sind:

  1. Appetitverlust
  2. Frühmorgendliches Erwachen
  3. Schuldgefühle, Gefühl von Wertlosigkeit
  4. Libidoverlust
  5. Suizidgedanken

 

A) Nur die Aussagen1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Antwort C) ist richtig.

 

Zu 1.) zu 2.) zu 4.) Richtig! Das sind typische Merkmale des somatischen Syndroms bei einer depressiven Episode. Desweiteren gehören zum somatischen Syndrom das Morgentief, Interessenverlust, mangelnde Fähigkeit auf freudige Ereignisse emotional zu reagieren und psychomotorische Hemmung oder Agitiertheit.

Zu 3.) zu 5.) Falsch! Schuldgefühle, Gefühl von Wertlosigkeit und Suizidgedanken, sind zwei der 7 Nebensymptomen einer depressiven Episode. 


 

Frage 13 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen stützen im Rahmen der Differenzialdiagnose die Verdachtsdiagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) nach ICD-10?

  1. Die Symptomatik wird spontan und ausführlich berichtet
  2. Der Betroffene berichtet über erhöhte Schreckhaftigkeit und Vigilanzsteigerung
  3. Der Betroffene vermeidet die Konfrontation mit traumabezogenen Inhalten
  4. Der Betroffene hat keine Erinnerungen oder Träume, in denen das belastende Ereignis wieder auftritt
  5. Beim Bericht über Flashbacks bestehen vegetative Erregung und emotionale Anspannung

 

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

Antwort C) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch! Oft ist genau das Gegenteil der Fall. Betroffene ziehen sich zurück und werden wortkarg. Auch aus Scham- und/oder Schuldgefühlen wird oft nicht berichtet (gerade bei sexuellen Misshandlungen).

Zu 2.) Richtig! Die Schreckhaftigkeit und die erhöhte Vigilanz ("Hab-Acht-Stellung") sind typisch für Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Zu 3.) Richtig! Dieses Vermeidungsverhalten ist ganz typisch bei einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Zu 4.) Falsch! Gerade die Flashbacks und die Albträume sind typische Kennzeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Zu 5.) Richtig! Durch die wiederholte Erinnerung an das Erlebnis wird die Angst wieder ausgelöst und es kommt zu der vegetativen Erregung und der emotionalen Anspannung. 


 

Frage 14 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Störungen gehören zu den quantitativen Bewusstseinsstörungen?

Wählen Sie zwei Antworten!

 

A) Benommenheit

B) Verwirrtheit

C) Sopor

D) Bewusstseinseinengung

E) Halluzinationen

Antworten A) und C) sind richtig.

 

Zu A) zu C) Richtig! Quantitative Bewusstseinsstörungen sind:

  1. Benommenheit
  2. Somnolenz
  3. Sopor
  4. Koma

Zu B) Falsch! Die Verwirrtheit ist eine qualitative Bewusstseinsstörung. Typisch z.B. für ein Delir.

Zu D) Falsch! Auch die Bewusstseinseinengung ist eine qualitative Bewusstseinsstörung. Sie tritt z.B.  bei epileptischen Anfällen, beim Schädel-Hirn-Trauma, bei einer Gehirnentzündung oder während eines pathologischen Rausches auf.

Zu E) Falsch! Bei Halluzinationen handelt es sich um Wahrnehmungsstörungen. 


 

Frage 15 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur Bulimia nervosa treffen zu?

  1. In der Vorgeschichte lässt sich häufig eine Episode einer Anorexia nervosa nachweisen
  2. Die Betroffenen betreiben teilweise einen Missbrauch von Abführmitteln, Schilddrüsenpräparaten oder Diuretika
  3. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen
  4. Der Body-Mass-Index liegt typischerweise unter 17,5 kg/m2
  5. Die Betroffenen zeigen häufig depressive Symptome

 

A) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Antwort B) ist richtig.

 

 

Zu 1.) Richtig! Dies ist der Wortlaut der ICD-10. Beide Essstörungen können ineinander übergehen. Häufiger ist aber der Übergang von der Anorexia nervosa zur Bulimia nervosa.

Zu 2.) Richtig! Laut ICD-10 versuchen Bulimiker mit verschiedenen Verhaltensweisen den dickmachenden Effekt der Nahrung entgegenzusteuern. Sie missbrauchen Abführmittel, nehmen Appetitzügler, Schilddrüsenpräparate, erbrechen nach dem Essen und legen zeitweilige Hungerperioden ein. Sind Betroffene einer Bulimie an Diabetes erkrankt, kann es zu einer Vernachlässigung der Insulinbehandlung kommen.

Zu 3.) Falsch! Junge Mädchen und Frauen sind deutlich häufiger von der Bulimia nervosa betroffen als Männer. 

Zu 4.) Falsch! Ein BMI von unter 17,5 würde für eine Anorexia nervosa sprechen. Bulimiker sind meist normalgewichtig bis leicht übergewichtig.

Zu 5.) Richtig! Betroffene einer Bulimie zeigen sehr oft depressive Symptome. 


 

Frage 16 von 28

Einfachauswahl

Eine Mutter kommt mit ihrer 5-jährigen Tochter in Ihre Praxis. Sie beklagt, dass ihr Kind im Vergleich zu anderen auffällig unkonzentriert sei, sich leicht ablenken lasse, nicht länger still sitzen könne sowie neben raschen Stimmungswechseln auch zu unbegründeten Wutanfällen neige.

Woran denken Sie am ehesten?

A) Rett-Syndrom

B) Lese- und Rechtschreibstörung (LRS)

C) Frühkindlicher Autismus

D) Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS)

E) Tic-Störung

Antwort D) ist richtig.

 

Zu A) Falsch! Beim Rett-Syndrom handelt es sich um eine schwerwiegende neurologische Entwicklungsstörung. Die Krankheit wäre bereits vor dem 5. Lebensjahr aufgefallen, da bereits zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat Auffälligkeiten bestehen. In dieser Zeit scheint die Entwicklung still zu stehen und sich sogar wieder zurück zu entwickeln. Das Rett-Syndrom verläuft in verschiedenen Phasen. Mit 5 Jahren wäre das Mädchen schon in Phase 3 und würde seit Jahren unter epileptischen Anfällen, Bewegungsstereotypien, usw. leiden.

Zu B) Falsch! Eine Lese- und Rechtschreibschwäche wird meist erst in der Schule festgestellt. Auch wenn schon im Vorschulalter Probleme in der Sprache auftauchen können, wird die Störung meist beim Erlernen von Schreiben und Lesen festgestellt.

Zu C) Falsch! Der frühkindliche Autismus zeigt sich meist bereits vor dem 3. Lebensjahr. Die Kinder leben in "ihrer eigenen Welt", haben spezielle Interessen, kein Interesse an sozialen Kontakten und beschäftigen sich meist alleine.

Zu D) Richtig! Die Symptome im Fallbeispiel sind typisch für Kinder mit ADHS. Kinder mit ADHS sind z.B. leicht ablenkbar, unkonzentriert, können nicht still sitzen, machen selten eine Aufgabe zu Ende, sind impulsiv und haben einen ausgeprägten Bewegungsdrang.

Zu E) Falsch! Bei Tics handelt es sich um unwillkürliche, rasche, nichtrhythmische, wiederholende motorische Bewegungsabläufe oder Laute. Diese kommen plötzlich und haben keinen Zweck. Das hat nichts mit dem Fallbeispiel zu tun! 


 

Frage 17 von 28

Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?

Das präsuizidale Syndrom nach Ringel umfasst die Trias:

 

A) Aggressionsumkehr, Suizidversuch, Depressivität

B) Vereinsamung, Suizidversuch, Depressivität

C) Selbstverletzendes Verhalten, Arbeitslosigkeit, Halluzinationen

D) Einengung, Aggressionsumkehr, Suizidphantasien

E) Suizidphantasien, Suizidversuch, selbstverletzendes Verhalten

Antwort D) ist richtig.

 

Zu A) zu B) zu C) zu E) Falsch! Siehe Erklärung zu D). 

Zu D) Richtig! Beim präsuizidalen Syndrom handelt es sich um die Symptomtrias:

  1. Einengung: Die Wahlmöglichkeiten werden von dem Betroffenen in einer Krise als immer weiter eingeengt erlebt. Letztendlich sieht der Betroffene als einzige Möglichkeit den Suizid. Die Einengung kann in der Realität (z.B. durch Arbeitslosigkeit, Vereinsamung, Isolation, Verluste, usw.) vorhanden sein. Andererseits kann die Einengung allein durch die Gedanken und das Verhalten des Betroffenen (z.B. durch Depression, Kontaktstörungen, usw.) begründet sein. 
  2. Aggressionsumkehr: Die Betroffenen richten die verstärkten und gleichzeitig auch gehemmten Aggressionen letztendlich gegen sich selbst. Betroffene sind nicht in der Lage die Aggressionen anders (adäquat) auszudrücken.  
  3. Suizidphantasien: Die Betroffenen haben das Gefühl der Realität nicht gewachsen zu sein, was zu einer Flucht in die Irrealität führt. Sie bauen sich eine Scheinwelt auf, in der Gedanken an den Tod und schließlich auch an Suizid eine immer größere Rolle spielen.  

 

Frage 18 von 28

Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?

Übertragung und Gegenübertragung

 A) stören der geordneten Ablauf einer Psychotherapie

B) begründen ein reguläres Vertragsverhältnis zwischen Patient und Behandler in der Richtlinienpsychotherapie

C) beschreiben Gefühlsreaktionen zwischen Therapeuten und Patienten im psychotherapeutischen Prozess

D) werden in der Verhaltenstherapie besonders gefördert

E) dienen der fortlaufenden Abgleichung der Psychotherapieziele zwischen Therapeut und Patient

Antwort C) ist richtig.

 

Zu A) Falsch!

Zu B) Falsch!

Zu C) Richtig! Bei der Übertragung spricht man von Gefühlen/Regungen/Triebe des Klienten aus früheren emotionalen Beziehungen, die er nun auf den Therapeuten überträgt. Bei der Gegenübertragung handelt es sich um die emotionale Reaktion des Therapeuten auf die Übertragung oder auch alle gesamten Gefühle des Therapeuten gegenüber des Klienten.

Zu D) Falsch! Bei der Verhaltenstherapie spielt die Übertragung und Gegenübertragung keine besondere Rolle. 

Zu E) Falsch!


 

Frage 19 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Störungen der Psychomotorik bei Schizophrenie können sein:

  1. Katalepsie
  2. Negativismus
  3. Derealisation
  4. Mutismus
  5. Parathymie

 

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

C) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

Antwort E) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Bei der Katalepsie handelt es sich um das Verharren in einer starren Körperhaltung. Das ist typisch für die katatone Schizophrenie.

Zu 2.) Richtig! Beim Negativismus handeln die Betroffenen entgegengesetzt zum von ihnen Verlangten oder Erwarteten. Manchmal werden die Handlungen auch komplett verweigert. Auch das ist typisch für die katatone Schizophrenie.

Zu 3.) Falsch! Bei der Derealisation handelt es sich nicht um eine Störung der Psychomotorik, sondern um eine Ich-Störung. Hier wird die Umwelt als fremd wahrgenommen,  die gesamte Umgebung erscheint unvertraut, unwirklich, fern, künstlich, zu klein oder zu groß, farblos oder leblos. Die Derealisation zählt zwar zu den Ich-Störungen, kann aber auch bei psychisch gesunden Menschen vorkommen (z.B. bei Übermüdung und starker Erschöpfung).

Zu 4.) Richtig! Beim Mutismus sprechen und reagieren die Betroffenen nicht mehr, obwohl sie wach sind. Auch das ist typisch für die katatone Schizophrenie.

Zu 5.) Falsch! Bei der Parathymie handelt es sich um eine Störung der Affektivität. Das Gesagte oder der Anlass passt nicht zum Verhalten. Betroffene lachen z.B. bei einer Beerdigung. Typisch für die hebephrene Schizophrenie. 


 

Frage 20 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur rechtlichen Betreuung treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

 

A) Bei behandlungsuneinsichtigen psychisch Kranken kann das Gesundheitsamt eine Betreuung anordnen

B) Die Behandlung von Menschen mit Betreuung ist Heilpraktikern grundsätzlich nicht gestattet

C) Die Entscheidung über die Bestellung eines Betreuers trifft das Gericht

D) Die Errichtung einer Betreuung gegen den Willen eines Betroffenen kann auch durch nahe Angehörige angeregt werden

E) Eine Betreuung bleibt lebenslang bestehen

Antworten C) und D) sind richtig.

 

Zu A) Falsch! Das Gesundheitsamt kann grundsätzlich keine Betreuung anordnen. Eine Betreuung anordnen kann nur das Betreuungsgericht oder das Amtsgericht. Eine Betreuung anregen hingegen kann jeder. Die Betreuung wird angeordnet wenn eine Person ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht selbst erledigen kann. Die Behandlungsuneinsichtigkeit ist also kein Faktor für eine Betreuung.

Zu B) Falsch! Es spielt keine Rolle, bei der Behandlung durch einen Heilpraktiker, ob der Mensch eine Betreuung hat oder nicht.

Zu C) Richtig! Siehe Erklärung zu A).

Zu D) Richtig! Eine Betreuung gegen den geäußerten Willen des Betreuten kann nur angeordnet werden, wenn dem Betroffenen die Fähigkeit fehlt, seinen Willen frei zu bilden und die Bedeutung der Betreuung für seine Lebensgestaltung zu erkennen (§ 1896 1a BGB; BGH, 14.1.2015, XII ZB 352/14). Nahe Angehörige können die Betreuung zwar anregen, die Entscheidung trifft jedoch ausschließlich das Gericht.

Zu E) Falsch! Eine Betreuung kann aufgehoben werden, wenn sich der Gesundheitszustand des Betreuten soweit gebessert hat, dass dieser seine Angelegenheiten wieder selbst erledigen kann.


 

Frage 21 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen für den Umgang mit suizidgefährdeten Patienten treffen zu?

  1. Je konkreter die Ideen über den Suizid sind, um so größer ist die Suizidgefahr
  2. Depressive Patienten dürfen nicht nach ihren suizidalen Ideen exploriert werden.
  3. Die suizidale Gefährdung bei Patienten mit Psychosen aus dem schizophrenen Formenkreis ist vergleichbar mit der der Allgemeinbevölkerung
  4. Bei depressiven Patienten können sich suizidale Tendenzen in der Anfangsphase der medikamentösen Behandlung verstärken
  5. Bei Alkoholabhängigkeit ist das Suizidrisiko erhöht.

 

A) Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Antwort C) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Wenn der Betroffene z.B. schon relativ konkrete Pläne zur Durchführung seines Suizids hat, liegt ein besonders hohes Suizidrisiko vor.

Zu 2.) Falsch! Das Gegenteil ist der Fall! Das Explorieren von Suizidideen bei depressiven Menschen ist sogar unabdingbar! Depressive Menschen denken viel über den Sinn des Lebens nach und entwickeln sehr oft auch Todesphantasien.

Zu 3.) Falsch! Das Risiko für einen Suizid bei einem Schizophrenie-Erkrankten ist im Gegensatz zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöht. Vorwiegend nehmen sich Betroffene das Leben, weil sie der Überzeugung sind, das sie niemals Herr über ihre Erkrankung werden können.

Zu 4.) Richtig! Da Antidepressiva zu Beginn der Behandlung antriebssteigernd wirken, aber noch nicht stimmungsaufhellend, ist die Gefahr eines Suizids stark erhöht.

Zu 5.) Richtig! Das Suizidrisiko ist bei Alkoholabhängigen besonders hoch. Etwa 20% aller Suizide lassen sich auf Alkoholismus zurückführen.


 

Frage 22 von 28

Mehrfachauswahl

Ein 50-jähriger Mann mit bekannter Alkoholkrankheit wird von Angehörigen Ihre Praxis gebracht.

Welche der folgenden Befunde stützen den Verdacht auf ein Korsakow-Syndrom?

Wählen Sie zwei Antworten!

 

A) Akustische Halluzinationen

B) Störung des Kurzzeitgedächtnisses

C) Ausgeprägte Bewusstseinseintrübung

D) Größenwahn

E) Deutliche Störung des Zeitgefühls

Antworten B) und E) sind richtig.

 

Zu A) Falsch! Bei akustischen Halluzinationen liegt der Verdacht eher auf einer Alkoholhalluzinose.

Zu B) Richtig! Die Trias des Korsakow-Syndroms:

  1. Merkfähigkeitsstörungen, (Kurz- und Langzeitgedächtnis, Erinnerungslücken)
  2. Desorientierung (Zeitlich und Örtlich)
  3. Konfabulationen

Zu C) Falsch! Beim Korsakow-Syndrom sind die Betroffenen bewusstseinsklar. Eine Bewusstseinseintrübung würde z.B. auf ein Delir hinweisen. 

Zu D) Falsch! Beim Korsakow-Syndrom finden sich in der Regel keine Wahninhalte. 

Zu E) Richtig! Siehe Erklärung zu B)


 

Frage 23 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?

Die wahnhafte Störung ist nach ICD-10 charakterisiert durch:

  1. Lang anhaltenden Wahn
  2. Stupor
  3. Antriebsstörung
  4. Denkzerfahrenheit
  5. Anhaltende akustische Halluzinationen

 

A) Nur die Aussagen 1 ist richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

E) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

Antwort A) ist richtig.

 

Allgemeine Antwort:

Denk daran: Bei der wahnhaften Störung ist der Wahn das einzigeoder auffälligste Symptom. Sprache, Affekt und Verhalten der Betroffenen sind normal.


 

Frage 24 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Verfahren zählen zu den Psychotherapieverfahren?

  1. Schematherapie
  2. Gestalttherapie
  3. Lichttherapie
  4. Schlafentzugstherapie
  5. EMDR (Eye Movement Desensitization an Reprocessing)

 

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Antwort B) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Bei der Schematherapie handelt es sich um eine Weiterentwicklung der Kognitiven Verhaltenstherapie.

Zu 2.) Richtig! Die Gestalttherapie nach Fritz Perls gehört zu den humanistischen Psychotherapieverfahren.

Zu 3.) Falsch! Bei der Lichttherapie handelt es sich um ein somatisches Verfahren zur Behandlung von z.B. saisonalen Depressionen und den damit verbundenen Schlafstörungen.

Zu 4.) Falsch! Bei einer Schlafentzugstherapie (Wachtherapie) handelt es sich ebenfalls um ein körperliches (somatisches) Verfahren, das bei fast allen Formen der Depressionen angewendet werden kann. Hierbei verzichtet der Patient teilweise oder vollständig auf den Schlaf. Die Schlafentzugstherapie wird meist stationär durchgeführt und soll eine Linderung der Symptome einer Depression erreichen.

Zu 5.) Richtig! Die EMDR-Therapie wurde zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) entwickelt und bedeutet auf Deutsch in etwa Desensibilisierung und Aufarbeitung durch Augenbewegungen. EMDR wird mittlerweile auch bei Angststörungen, Phobien, Suchterkrankungen, psychosomatischen Störungen und Schmerzzuständen eingesetzt. 


 

Frage 25 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Die dissoziale Persönlichkeitsstörung (nach ICD-10) ist charakterisiert durch:

  1. Fehlende Bereitschaft zur Mitgliedschaft in Vereinen (z. B. Sportverein)
  2. Zurückgezogene Lebensweise
  3. Unsicherer Persönlichkeit
  4. Sehr geringe Frustrationstoleranz und niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten
  5. Fehlendes Schuldbewusstsein

 

A) Nur die Aussagen 4 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Antwort A) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch!

Zu 2.) Falsch! Eine zurückgezogene Lebensweise trifft eher auf eine schizoide Persönlichkeitsstörung zu.

Zu 3.) Falsch! Eine unsichere Persönlichkeit trifft eher auf eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung zu. 

Zu 4.) zu 5.) Richtig! Das sind charakteristische Merkmale der dissozialen Persönlichkeitsstörung nach ICD-10. 


 

Frage 26 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Entwicklungsstörungen treffen zu?

  1. Bei einer isolierten Artikulationsstörung ist nur das Sprachverständnis außerhalb der Norm reduziert
  2. Der frühkindliche Autismus tritt vorwiegend bei Mädchen auf
  3. Bei der expressiven Sprachstörung ist die Intelligenzentwicklung in der Regel nicht gestört
  4. Bei der rezeptiven Sprachstörung ist das Sprachverständnis nicht gestört
  5. Ein Beispiel für eine Artikulationsstörung ist das Lispeln (Sigmatismus)

 

A) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Antwort C) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch! Bei der isolierten Artikulationsstörung ist das Sprachverständnis normal. Die Aussprache ist hier gestört, z.B. werden Laute nicht richtig gebildet oder vertauscht.

Zu 2.) Falsch! Die Störung tritt bei Jungs sogar 3 - 4 mal häufiger auf als bei Mädchen.

Zu 3.) Richtig! Die Intelligenzentwicklung ist bei der expressiven Sprachstörung normal. Liegt eine Intelligenzminderung vor, so ist dies ein Ausschlusskriterium.

Zu 4.) Falsch! Bei der rezeptiven Sprachstörung liegt das Sprachverständnis unterhalb des Normbereichs. Hier werden oft Bedeutungen von Begriffen nicht verstanden, sowie der Inhalt von langen und schwierigen Sätze oder Fragen.

Zu 5.) Richtig! Zu den Artikulationsstörungen gehören z.B. Lallen, Lispeln, Stammeln und Nuscheln.


 

Frage 27 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zum Störungsbild der sozialen Phobie treffen zu?

  1. Die Symptome treten in (fast) allen Lebensbereichen auf
  2. Die Störung ist gekennzeichnet durch eine deutliche Furcht, sich in sozialen Situationen auf peinliche oder erniedrigende Weise zu verhalten
  3. Typische hinzukommende Symptome sind Erröten, Zittern oder die Angst zu erbrechen
  4. Patienten mit einer sozialen Phobie weisen nur selten ein niedriges Selbstwertgefühl auf
  5. Die Ängste in sozialen Situationen werden als übertrieben bzw. unvernünftig erlebt

 

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig

E) Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch! Die Symptome treten nicht in fast allen Lebensbereichen auf, sondern in sozialen Situationen. "Die soziale Phobie ist die Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen in verhältnismäßig kleinen Gruppen (nicht dagegen in Menschenmengen) und führen schließlich dazu, das soziale Situationen vermieden werden." (ICD-10)

Denk daran: Laut ICD-10 "kann das Vermeidungsverhalten in extremen Fällen bis zur vollständigen Isolation führen."

Zu 2.) Richtig! Siehe Erklärung zu 1.). 

Zu 3.) Richtig! Erröten, Zittern oder die Angst zu erbrechen sowie der Drang zum Wasserlassen gehören zu den Begleitsymptomen einer sozialen Phobie.

Zu 4.) Falsch! Das Gegenteil ist der Fall! Menschen mit einer sozialen Phobie haben in der Regel ein niedriges Selbstwertgefühl und eine große Furcht vor Kritik. 

Zu 5.) Richtig! Menschen mit einer sozialen Phobie wissen, das ihre Angst sich vor anderen zu blamieren, sich peinlich zu verhalten oder abgelehnt zu werden übertrieben ist. 


 

Frage 28 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Zu den Negativsymptomen einer Schizophrenie zählen:

 

A) Katatonie

B) Bizarres Verhalten

C) Apathie

D) Anhedonie

E) Halluzinationen

Antworten C) und D) sind richtig.

 

Zu A) Falsch! Bei der Katatonie ist ein psychomotorisches Symptom und kein Negativsymptom der Schizophrenie.

Zu B) Falsch! Beim bizarren Verhalten handelt es sich nicht um ein Negativsymptom der Schizophrenie.

Zu C) Richtig! Bei der Apathie handelt es sich um eine emotionale Gleichgültigkeit mit mangelnder Erregbarkeit und Unempfindlichkeit gegenüber äußeren Reizen und zählt zu den Negativsymptomen einer Schizophrenie.

Denk daran: Bei den Negativsymptomen handelt es sich um ein "Weniger" an Erleben und bei den Positivsymptomen um ein "Mehr"an Erleben.

Zu D) Richtig! Bei der Anhedonie handelt es sich um die Unfähigkeit Freude oder Lust zu empfinden und zählt zu den Negativsymptomen einer Schizophrenie.

Zu E) Falsch! Bei Halluzinationen handelt es sich um Positivsymptome einer Schizophrenie. 

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