Die Originalprüfung zum Heilpraktiker für Psychotherapie

Oktober 2017

 

Frage 1 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Typische Methoden/Techniken der Psychoanalyse sind:

  1. Traumdeutung
  2. Deutung des Widerstandes
  3. Shaping (Verhaltensausformung)
  4. Bearbeitung der Übertragung
  5. Freie Assoziation 

 

A) Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B) Nur die Aussagen 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig 

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! In der Psychoanalyse versteht man die Träume als "Tor zum Unbewussten". Die Vorgehensweise einer Traumdeutung:

  1. Der Patient schildert die Inhalte seines Traumes.
  2. Daran schließt sich die Phase der freien Assoziation an.
  3. Der Analytiker interpretiert den Trauminhalt und die freie Assoziation zu einer Traumaussage.

Zu 2.) Richtig! Widerstände entstehen bei dem Patienten, wenn unangenehme unbewusste Konflikte wieder reaktiviert werden. Der Widerstand zeigt sich zum Beispiel durch: Vergessen von Terminen, nicht sprechen in der Therapie, Aggressionen gegen den Therapeuten. Widerstände können bewusst oder unbewusst auftreten. Das Deuten und Aufdecken dieser unbewussten Konflikte, die den Widerstand auslösen, ist Bestandteil der analytischen Therapie.

Zu 3.) Falsch! Shaping ist eine Methode aus der Verhaltenstherapie. Hier werden unerwünschte Verhaltensweisen in einzelne Schritte zerlegt und schrittweise in erwünschte Verhaltensweisen verändert.

Zu 4.) Richtig! Bei der Übertragung werden verdrängte Gefühle reaktiviert und auf den Therapeuten übertragen. Durch diese Übertragung entsteht die Grundvoraussetzung für die therapeutische Deutungsarbeit. Die Deutungsarbeit dient dazu, ungelöste unbewusste Konflikte zu erkennen um diese im weiteren Therapieverlauf zu bearbeiten.

Zu 5.) Richtig! Bei der freien Assoziation soll der Patient alles aussprechen was ihm in den Sinn kommt, auch wenn es ihm unlogisch, gesellschaftlich unangemessen, unwichtig, unmoralisch, usw. erscheint.


 

 

Frage 2 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Typisch für das alkoholbedingte Delirium tremens ist/sind:

  1. Der Zustand hält gewöhnlich über Wochen an
  2. Verwirrtheit, motorische Unruhe und Halluzinationen
  3. Beginn nach Absetzen des Alkohols
  4. Es kann auch während einer Periode des schweren Trinkens beginnen
  5. Eine Bewusstseinseintrübung tritt nicht

 

A) Nur die Aussage 2 ist richtig

B) Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Antwort D) ist richtig.

 

 

Zu 1.) Falsch! Der Zustand eines alkoholbedingten Delirium tremens hält gewöhnlich nur einige Tage (ca. 3-7 Tage) an. In extrem schweren Fällen kann der Zustand bis zu 2 Wochen andauern. Dieser Zustand ist Lebensbedrohlich und bedarf einer stationären Behandlung. Unbehandelt verläuft es bei ca. 20% der Fälle tödlich.

Zu 2.) Richtig! Typische psychische Symptome des Delirs sind unter anderem:

  1. Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen (akute Verwirrtheit, Bewusstseinseintrübung)
  2. Gedächtnis und Orientierungsverlust
  3. Denkstörungen mit kognitiven Einschränkungen
  4. Psychomotorische Unruhe mit starkem Bewegungsdrang
  5. Übertriebene Heiterkeit und/oder unbegründete Angst (affektive Störungen)
  6. Schlafstörungen
  7. Leichte Reizbarkeit und Erregungszustände
  8. Illusionäre Verkennungen
  9. Halluzinationen (optisch und/oder akustisch)
  10. Suggestibilität

Typische körperliche Symptome sind unter anderem:

  1. Fieber bis zu 38,5 °C
  2. Erhöhter Blutdruck und beschleunigter Puls
  3. Starkes Schwitzen
  4. Erbrechen
  5. Hyperventilation
  6. Tremor (Zittern)

Zu 3.) Richtig! Beginn der Entzugssymptome (Alkoholentzugsdelir) in der Regel 24 - 72 Stunden nach dem Absetzen des Alkohols.

Zu 4.) Richtig! In selten Fällen kann das Alkoholentzugsdelir auch  während einer Periode des schweren Trinkens  auftreten (Kontinuitätsdelir).

Zu 5.) Falsch! Siehe Erklärung zu 2.)


 

Frage 3 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Bindungsstörungen (nach ICD-10) treffen zu?                                                                                                               

  1. Wichtig ist die Abgrenzung von tiefgreifenden Entwicklungsstörungen (nach ICD‐10)
  2. Beginn vor dem Alter von 5 Jahren
  3. Zur klinischen Leitsymptomatik der reaktiven Bindungsstörung gehören repetetive und stereotype Verhaltensmuster
  4. Die reaktive Bindungsstörung wird von anhaltenden und ausgeprägten kognitiven Defiziten, die denen des Autismus vergleichbar sind, begleitet
  5. Die reaktive Bindungsstörung tritt meist im Kontext von Vernachlässigung oder Misshandlung auf

 

A) Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E) Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig 

 Antwort B) ist richtig

 

Zu 1.) Richtig! Laut ICD-10 sind die Bindungsstörungen von tiefgreifenden Entwicklungsstörungen abzugrenzen. Die reaktive Bindungsstörung (mit oder ohne Enthemmung) ist durch Veränderung der Lebensumstände des Kindes reversibel. Die Bindungsstörungen bei tiefgreifenden Entwicklungsstörungen (z.B. Autismus) sind Teil der Erkrankung und nicht reversibel.

Zu 2.) Richtig! Laut ICD-10 entwickelt sich die Erkrankung innerhalb der ersten 5 Lebensjahren.

Zu 3.) Falsch!  Laut ICD-10 "sind eingeschränkte, repetitive und stereotype Verhaltensmuster kein Merkmal der reaktiven Bindungsstörung". Diese Verhaltensmuster sind eher typisch für den frühkindlichen Autismus.

Zu 4.) Falsch! Laut ICD-10 "wird die reaktive Bindungsstörung nicht von anhaltenden und ausgeprägten kognitiven Defiziten begleitet." Dies wäre ebenfalls typisch für den frühkindlichen Autismus.

Zu 5.) Richtig! Laut ICD-10 "treten reaktive Bindungsstörungen nahezu immer bei grob unangemessener Kinderbetreuung auf (z.B. Misshandlung, Vernachlässigung, psychischer Missbrauch)."


 

Frage 4 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Zu den Symptomen des akuten Cannabisrausches zählen:

  1. Gerötete Augen 
  2. Konzentrationsverbesserung
  3. Veränderung der Sinneswahrnehmung
  4. Ideenflüchtiges Denken
  5. Miosis 

 

A) Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B) Nur die Aussagen 3 und 4 sind richtig

C) Nur die Aussagen 1, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig 

Antwort C) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Die geröteten Augen bei einem akuten Cannabisrausch sind ein typisches vegetatives Symptom

Zu 2.) Falsch! Das Gegenteil ist der Fall! Beim akuten Rausch leiden die Betroffenen unter Konzentrationsstörungen.

Zu 3.) Richtig! Veränderungen der Sinneswahrnehmung bei einem akuten Cannabisrausch sind zum Beispiel:  Farben, Gerüche, Töne, Geschmäcker werden viel intensiver wahrgenommen. Unter anderem kann es aber auch zu illusionären Verkennungen oder zu optischen Pseudohalluzinationen kommen.

Zu 4.) Richtig! Ideenflüchtiges Denken ist ein typisches Symptom des akuten Cannabisrausches. Es kann aber auch zu Denkverlangsamungen oder kurzen Wahnvorstellungen (z.B. Verfolgungswahn) kommen.

Zu 5.) Falsch! Die Miosis (Pupillenverengung) wäre typisch für eine Opiatintoxikation. Bei einem akuten Cannabisrausch vergrößern sich die Pupillen (Mydriasis).


 

Frage 5 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Im Rahmen einer depressiven Episode kann es zum Auftreten folgender Symptome kommen:

  1. Halluzinationen
  2. Autoaggressive Handlungen
  3. Hypochondrische Grübeleien
  4. Agitiertheit
  5. Wahnvorstellungen 

 

A) Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

B) Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

C) Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D) Nur die Aussagen 2, 3, 4 und 5 sind richtig

E) Alle Aussagen sind richtig

Antwort E) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Bei endogenen ( biologisch begründbaren) Depression können z.B. akustische Halluzinationen vorkommen, meist mit Vorwürfen, Drohungen und Beschimpfungen.

Zu 2.) Richtig!  Autagressive Handlungen können z.B. sein: entwerten der eigenen Person, sich Schlagen, Ritzen bis hin zum Suizid. Selbstverletzendes Verhalten kommt bei verschiedenen psychischen Störungen vor, u.a. bei Borderline-Persönlichkeitsstörungen und Essstörungen.

Zu 3.) Richtig! Betroffene die an einer Depression leiden, haben pessimistische Gedanken. Sie gehen davon aus, dass sich die Dinge zum Nachteil entwickeln, dementsprechend ist auch ihr Vertrauen in die eigene Gesundheit geschwächt. Sie fangen an ihre körperliche Signale und Erscheinungen ängstlich zu beobachten, interpretieren sie falsch und kommen aus ihrem "hypochhondrischen Gedankenkarussell" nicht mehr heraus. Die Hypochhondrie findet sich oft bei Depressionen und Angsterkrankungen.

Zu 4.) Richtig! Bei der agitierten Depression ("Jammerdepression") haben die Betroffenen keinen verminderten Antrieb. Die Betroffenen fühlen sich rastlos und getrieben. Begleitetsymptome sind innere Unruhe häufig auch Angstzustände, Schlaflosigkeit und Bewegungsdrang. Die Betroffenen kommen nicht zur Ruhe und müssen sich ständig beschäftigen. Sie reden mehr als sonst, klagen aber kaum über ihre depressiven Beschwerden.

Zu 5.) Richtig! Wahnvorstellungen bei Depressionen:

  1. Schuldwahn: Hier glaubt der Betroffene  große Schuld auf sich geladen zu haben, was er nicht wieder gut machen kann. 
  2. Verarmungswahn: Betroffene sind z.B. davon überzeugt, sich finanziell schwer verschuldet und die Familie in den Ruin getrieben zu haben, obwohl das Bankkonto das Gegenteil beweist.
  3. Hypochondrischer oder Krankheitswahn: Hier ist der Betroffene davon überzeugt, unter einer schweren und tödlich verlaufenden körperlichen Krankheit zu leiden.
  4. Nihilistischer Wahn: Hier ist der Betroffene davon überzeugt, er selbst und/oder die Umwelt sei nicht existent.

Merke: Wahnhafte Depressionen sind besonders lebensbedrohlich. Bei wahnhaften Depressionen sehen viele Betroffene den Suizid als einzigen Ausweg. Deshalb sollte man hier immer einen Facharzt hinzuziehen und eine stationäre Behandlung veranlassen.


 

Frage 6 von 28

Einfachauswahl

Welche Aussage zur Legasthenie trifft zu?

 

A) Es besteht in der Regel eine schwere Intelligenzminderung

B) Der Begriff Legasthenie wird synonym für Lese‐ und Rechtschreibstörunug (LRS)  verwendet

C) Kinder mit Legasthenie können das Gelesene besonders gut wiedergeben

D) Legasthenie kann nicht gezielt behandelt werden

E) Vom Besuch einer höheren Schule sollte bei Legasthenie abgeraten werden.

Antwort B) ist richtig.

 

Zu A) Falsch! Bei der Legasthenie handelt es sich um eine sogenannte "Teilleistungsschwäche". Das bedeutet, dass sich die Defizite lediglich auf einen Bereich beziehen. Bei der Legasthenie bezieht sich die Schwäche auf das Lesen und Schreiben.

Zu B) Richtig! Das Synonym für Legasthenie ist Lese- und RechtschreibSchwäche.

Zu C) Falsch! Laut ICD-10 "zeigen sich unter anderem die Defizite in einer Unfähigkeit, Gelesenes wiederzugeben."

Zu D) Falsch! Es gibt sogar eine große Auswahl an Therapieangeboten (Lerntherapie). Das Therapiekonzept sollte allerdings auf die individuellen Bedürfnisse des Kindes zugeschnitten sein. Das Lerntraining beinhaltet unter anderem:

  1. Rechtschreibtraining
  2. Lesetraining
  3. Stärkung der Motivation
  4. Einüben von Lernstrategien

Zu E) Falsch! Das Gegenteil ist der Fall. Reicht die allgemeine Begabung und die Lernbereitschaft aus, so gibt es keinen Grund, weshalb ein Kind mit Legasthenie nicht die höhere Schule besuchen sollte.


 

Frage 7 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Somatisierungsstörung (nach ICD‐10) treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

 

A). Die Störung beginnt meist im frühen Erwachsenenalter

B). Die Diagnose kann nach 3 Monaten bei entsprechender Symptomatik gestellt werden

C). Die Diagnose trifft bei beiden Geschlechtern gleich häufig zu

D). Die Betroffenen sind aufrund ihres hohen LeLeidensdruckes meist rasch zu einer Psychotherapie motivierbar

E). Im Störungsverlauf kann es zu einer Abhängigkeit oder einem Missbrauch von Medikamenten kommen

Antworten A) und E) sind richtig.

            

Zu A) Richtig! 

Zu B) Falsch! Die Symptome müssen seit mindestens 2 Jahren bestehen, bevor die Diagnose Somatisierungsstörung gestellt werden kann.

Zu C) Falsch! Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Zu D) Falsch! Patienten mit Somatisierungsstörungen sind oft schwer für eine Psychotherapie zu motivieren, da es ihnen schwer fällt daran zu glauben, dass ihre Erkrankung psychische Ursachen haben könnte. Vielmehr sind die Betroffenen davon überzeugt an einer körperlichen Erkrankung zu leiden.

Zu E) Richtig! Laut ICD-10 "Abhängigkeit oder Missbrauch von Medikamenten (gewöhnlich Tranquillizer und Analgetika) resultieren häufig aus zahlreichen Verschreibungen."


 

Frage 8 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Die schizoide Persönlichkeitsstörung (nach ICD‐10) ist charakterisiert durch:

Wählen Sie zwei Antworten!

A). Mangelnde Sensibilität im Erkennen und Befolgen gesellschaftlicher Regeln

B). Andauernds Gefühl von innerer Leere

C). Mangel an engen Freunden oder vertrauensvollen Beziehungen oder dem Wunsch nach diesen

D). Andauernde und umfassende Gefühle von Anspannung und Besorgtheit

E). Übermäßige Zweifel und Vorsicht

Antworten A) und C) sind richtig.

 

Zu A) Richtig! Die mangelnde Sensibilität im Erkennen und Befolgen gesellschaftlicher Regeln ist ein typisches Merkmal der schizoiden Persönlichkeitsstörung.

Zu B) Falsch! Das andauernde Gefühl der inneren Leere ist ein charakteristisches Merkmal der Borderline-Persönlichkeitsstörung.

Zu C) Richtig! Aufgrund ihrer geringen Fähigkeit, Gefühle (insbesondere Freude) zu zeigen, wirken sie auf andere hölzern und starr. Sie leben oft zurückgezogen und empfinden engere soziale Kontakte oft sogar als bedrohlich.

Zu D) Falsch! Andauernde und umfassende Gefühle von Anspannung und Besorgtheit trifft eher auf die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung zu.

Zu E) Falsch! Übermäßige Zweifel und Vorsicht sind typisch für die anankastische Persönlichkeitsstörung.


 

Frage 9 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Intelligenzminderung (nach ICD‐10) im Kindes‐ und Jugendalter treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

 

A). Die Einteilung der Intelligenzminderung erfolgt nach ICD‐10 in leichte, mittelgradige, schwere und schwerste Intelligenzminderung

B). intelligenzminderungen beginnen bei einem Intelligenzquotienten (IQ) von unter 50

C). Genetische Faktoren als mögliche Ursache der Intelligenzminderung sindbisher nicht belegt

D). Die Behandlung einer Intelligenzminderung ist in der Regelerfolgsversprechend

E). Das Risiko, bei einer bestehenden Intelligenzminderung an einerpsychischen Störung zu erkranken, ist erhöht 

Antworten A) und E) sind richtig.

 

 

 

Zu A) Richtig! Intelligenzminderungen werden wie folgt unterteilt:

  1. leichte Intelligenzminderung (IQ 50-69)
  2. mittelgradige Intelligenzminderung (IQ 35-49)
  3. schwere Intelligenzminderung (IQ 20-34)
  4. schwerste Intelligenzminderung (IQ <20)

Zu B) Falsch! Intelligenzminderungen beginnen bei einem IQ von unter 70.

Zu C) Falsch! Bei der Mehrzahl der Fälle lassen sich keine Ursachen finden. Oft ist eine Intelligenzminderung genetisch-chromosomal (zum Beispiel bei Trisomie 21) oder durch stoffwechsel bedingte Störungen bedingt.

Zu D) Falsch! In der Regel ist eine Intelligenzminderung hirnorganisch irreversibel. Jedoch können Betroffene während ihrer Entwicklung früh gefördert werden um ihre vorhandenen Ressourcen zu stärken und die Schwächen abzumildern. Wichtig für Menschen mit einer Intelligenzminderung ist auch eine gute Integration in der Familie. Besteht eine Fürsorgebedürftigkeit sollten Betroffene in speziellen Einrichtungen versorgt werden.

Zu E) Richtig! Menschen mit einer Intelligenzminderung haben ein 3-4 mal höheres Risiko, eine psychische Störung zu entwickeln als nicht Menschen mit einer normalen Intelligenz.

 


 

Frage 10 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu? 

Bei der kognitiven Verhaltenstherapie (nach Beck) werden:

 

  1. traumatische Kindheitserinnerungen gespiegelt
  2. Tagesprotokolle zur Selbstbeobachtung eingesetzt
  3. eine kognitive Umstrukturierung durchgeführt
  4. nachts mittels Elektroden kleine
  5. Elektrostöße auf die Schläfen gegeben
  6. einseitige Bewertungen durch neue Zuschreibungen ersetzt (Reattribuierung

Antwort C) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch!

Zu 2.) Richtig! Laut Verhaltenstherapie ist die Selbstbeobachtung der Schlüssel zur Erkennung dysfunktionaler Kognitionen. Der Klient soll sich hier selbst beobachten und automatische Gedanken (Kognitionen) aufdecken, die zu einem Stimmungswechsel führen. Als therapeutisches Instrument dient das Erstellen von Tagesprotokollen oder Rollenspiele.

Zu 3.) Richtig! Wie zu 2.) beschrieben dienen zum Beispiel die Tagesprotokolle dazu dysfunktionale Kognitionen aufzudecken. Diese Gedanken werden auf ihren Wahrheitscharakter überprüft und durch realistische und positive Gedanken ersetzt (Reattribuierung). So soll ein positiver Stimmungswechsel eintreten.

Zu 4.) Falsch! Quatsch!

Zu 5.) Richtig! Siehe Erklärung zu 3.)


 

Frage 11 von 28

Einfachauswahl

Eine 28-jährige Frau, ohne psychische Vorerkrankungen, kommt in ihre Praxis. Sie berichtet aufgeregt und kurzatmig, dass sie am Morgen an einer stark befahrenen Straßenkreuzung einen Verkehrsunfall mit einem LKW gehabt habe, welcher wohl eine rote Ampel übersehen haben musste. Sie brauche daher unbedingt "etwas zur Beruhigung". So könne sie nicht zur Arbeit. Die Betroffene berichtet stereotyp, dass sie doch "grün" gehabt habe und was denn passiert wäre, wenn der LKW sie mit ihrer 3-jährigen Tochter frontal an ihrer Fahrerseite erwischt hätte. Die Betroffene zittert, wirkt psychomotorisch unruhig, verzweifelt und zeigt deutliche Auffassungs- und Konzentrationsstörungen.

Welche der folgenden Diagnosen im Sinne der ICD‐10 trifft am ehesten zu?

 

A). Posttraumatische Belastungsstörung

B). Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozialverhalten

C). Panikstörung

D). Akute Belastungsreaktion

E). Dissoziative Störung (Konversionsstörung), gemischt 

Antwort D) ist richtig.

 

Zu A) Falsch! Bei einer posttraumatischen Belastungsstörung müsste das Ereignis in der Zeit weiter zurück liegen. Die Frau müsste auch unter Nachhallerinnerungen (flasbacks) leiden.

Zu B) Falsch! Eine Anpassungsstörung ist unter anderem gekennzeichnet durch depressive Stimmung, Angst/Besorgnis oder dem Gefühl unmöglich zurecht zukommen oder voraus zu planen. Ebenfalls ist die Bewältigung der alltäglichen Routine eingeschränkt. Dies hat nichts mit dem Fallbeispiel zu tun.

Zu C) Falsch! Laut ICD-10 " ist das wesentliche Kennzeichen einer Panikstörung wiederkehrende schwere Angstattacken, die sich nicht auf eine spezifische Situation oder besondere Umstände beschränken." Dies passt nicht zum Fallbeispiel.

Zu D) Richtig! Eine akute Belastungsreaktion beginnt unmittelbar nach dem auslösenden Ereignis. Die Symptome sind unter anderem:

  1. emotionale Verwirrtheit
  2. Mischung aus Angst und Verzweiflung
  3. Hyperaktivität oder Rückzug

Dies passt zum Fallbeispiel.

Zu E) Falsch! Laut ICD-10 "ist das allgemeine Kennzeichen der dissoziativen oder Konversionsstörung, der teilweise oder völlige Verlust der normalen Integration von Erinnnerungen an die Vergangenheit, des Identitätsbewusstseins, der unmittelbaren Empfindungen, sowie der Kontrolle von Körperbewegungen." Im Fallbeispiel spricht nichts für eine Konversionsstörung.


 

Frage 12 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Suizidalität treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten! 

 

A). Sobald ein Patient Suizidgedanken äußert, muss die zwangsweise Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik erfolgen

B). Bei einer Schizophrenie vom paranoid‐halluzinatorischen Typ können imperative Stimmen zu einer Suizidhandlung aufrufen

C). Methoden des sog. „weichen“ Suizids führen häufiger zum Tod als Methoden des sog. „harten“ Suizids

D). Die Stadien der suizidalen Entwicklung (nach Pöldinger) sind. Erwägungsstadium ‐ Ambivalenzstadium ‐ Entschlussstadium

E). Die Rate an vollendeten Suiziden ist bei Männern und Frauen gleich hoch

Antworten B) und D) sind richtig.

 

Zu A) Falsch! Das PsychKHG besagt, dass eine zwangsweise Unterbringung in einer psychiatrischen nur dann erfolgt, wenn:

  1. eine psychische Erkrankung vorliegt
  2. eine Selbst- oder Fremdgefährdung vorliegt
  3. die Gefahr nicht anders abgewendet werden kann

Bei Suizidgedanken ist eine Krisenintervention erforderlich. Wenn sich die oben genannten Punkte bestätigen sollten, dann müsste die Person zum eigenen Schutz in einer psychiatrischen Einrichtung untergebracht werden (wenn erforderlich auch gegen seinen Willen).

Zu B) Richtig! Die paranoid-halluzinatorische Schizophrenie wird oft von imperativen Stimmen begleitet, die den Betroffenen zu den verschiedensten Handlungen aufrufen. Da es sich hier um eine akute Psychose handelt und eine Selbstgefährdung vorliegt, ist eine zwangsweise Unterbringung (auch gegen den Willen des Betroffenen) unabdingbar.

Zu C) Falsch! Das Gegenteil ist der Fall. Beim "weichen Suizid" besteht eine höhere Chance noch "gerettet" zu werden.

Zu D) Richtig!

  1. Erwägungsphase: In dieser Phase beschäftigt sich der Betroffene allgemein mit dem Thema Suizid. Er denkt darüber nach, wie es wäre, tot zu sein.
  2. Ambivalenzphase: Der Betroffene ist hin- und hergerissen. Er findet Gründe, die für einen Suizid sprechen sowie Gründe die für das Leben sprechen. In dieser Phase werden ca. 80% der Suizide direkt oder indirekt angekündigt (beim Arzt oder vertrauten Personen). Der Betroffene braucht in dieser Phase unbedingt therapeutische Unterstützung.
  3. Entschlussphase: Hier hat der Betroffene seine Entscheidung bereits getroffen und ist auf den Suizid vorbereitet. Der Betroffene wirkt in dieser Phase gelassen, entspannt und unbeteiligt und ist innerlich erleichtert, seine Entscheidung getroffen zu haben. Für Außenstehende wirkt es oft so als sei der Betroffene "über dem Berg".

Zu E) Falsch! Bei vollendeten Suiziden ist die Rate bei Männern ca. 4 mal höher als bei Frauen. Suizidversuche sind bei Frauen ca. 3 mal so hoch als bei Männern.


 

Frage 13 von 28

Einfachauswahl

Ein 65‐jähriger Patient stellt sich in Begleitung seiner Ehefrau vor. Er wirkt sehr klagsam und antriebsgemindert. Er klagt über Vergesslichkeit, er könne sich das Datum nicht merken und vergesse Termine. Er interessiere sich für fast nichts mehr. Der Hausarzt habe ihn zum Nervenarzt überwiesen. Dieser habe ihm ein Medikament verschrieben und eine Psychotherapie empfohlen.

Welche der folgenden Diagnosen kommt am ehesten in Frage?

 

A). Korsakow‐Syndrom

B). Demenz bei Pick‐Krankheit

C). Vaskuläre Demenz

D). Sogenannte depressive Pseudodemenz

E). Demenz bei HIV‐Krankheit

Antwort D) ist richtig.

 

Zu A) Falsch! Beim Korsakow-Syndrom ist das Alt- und Neuzeitgedächtnis hochgradig beeinträchtigt. Desweiteren treten Konfabulationen (das Füllen von Erinnerungslücken mit erfundenem Inhalt von dem der Betroffene aber überzeugt ist) und Orientierungsstörungen auf. Bei Verdacht auf ein Korsakow-Syndrom, wäre der Mann vom Hausarzt in eine Klinik überwiesen worden.

Zu B) Falsch! Betroffene der Pick-Krankheit fallen durch eine starke Veränderung der Persönlichkeit auf. Sie wirken enthemmt und distanzlos, sie benehmen sich oft peinlich und unangemessen. Das trifft bei dem Mann im Fallbeispiel nicht zu.

Zu C) Falsch! Betroffenen einer vaskulärer Demenz fällt es schwer, zusammenhängend zu sprechen, aufmerksam zuzuhören und/oder sich zu orientieren. Daher wirken sie oft verwirrt. Dies wäre dem Hausarzt sicherlich aufgefallen.

Zu D) Richtig! Das "Klagen" über die Vergesslichkeit, die Antriebsminderung und der Interessensverlust sprechen für eine sogenannte depressive Pseudodemenz (Depression im Alter).

Zu E) Falsch! Im Fallbeispiel findet sich kein Hinweis auf eine bekannte HIV-Erkrankung. Die Symptome im Fallbeispiel erfüllen auch nicht die Kriterien einer Demenz.


 

Frage 14 von 28

Mehrfachauswahl

Sie vermuten bei einem 80-jährigen Patienten, der Ihnen wegen Gedächtnisstörungen vorgestellt wird, eine Demenz vom Alzheimer‐Typ.

Welche der folgenden Symptome stützen Ihren Verdacht bei der Differenzialdiagnose?

Wählen Sie zwei Antworten!

 

A). Seit einem Jahr bestehende Störungen der Merkfähigkeit

B). Rechtsseitige Gesichtslähmung nach mehreren Schlaganfällen

C). Rasche Verschlechterung innerhalb weniger Tage

D). Keine qualitative Bewusstseinsstörung

E). Anamnestisch bekannter langjähriger übermäßiger Alkoholkonsum

Antworten A) und D) sind richtig.

 

Zu A) Richtig! Ein typisches Frühsymptom der Alzheimer-Demenz ist die zunehmende Unfähigkeit, neue Informationen zu speichern (Merkfähigkeitsstörungen). Desweiteren haben Betroffene Schwierigkeiten, sich in fremden Situationen zurechtzufinden. Nach und nach verlieren sie auch die Orientierung in vertrauten Situationen und Umgebungen.

Zu B) Falsch! Schlaganfälle in der Vorgeschichte weisen auf eine vaskuläre Demenz hin.

Zu C) Falsch! Die Alzheimer-Demenz beginnt schleichend und entwickelt sich langsam.

Zu D) Richtig! Alzheimer-Patienten sind bewusstseinsklar.

Zu E) Falsch! Exzessiver Alkoholkonsum des Mannes ist im Fallbeispiel nicht beschrieben und müsste gezielt erfragt werden.


 

Frage 15 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

  1. sind willkürliche und regelmäßige Muskelaktionen und Lautäußerungen, die gewohnheitsmäßig auftreten
  2. gelten ab einer Dauer von einem Monat als chronisch
  3. beginnen typischerweise vor der Pubertät
  4. werden klinisch diagnostiziert
  5. treten bei ungefähr 10 % aller Kinder und Jugendlichen vorübergehend auf

 

A). Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

B). Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

C). Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D). Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch! Vorsicht Falle! Tic-Störungen sind unwillkürliche, rasche, wiederholte, nicht rhythmische motorische Bewegungen oder Lautproduktionen, die plötzlich einsetzen und keinem offensichtlichen Zweck dienen.

Zu 2.) Falsch! Wenn die Tics länger als 1 Jahr andauern, gelten sie als chronisch.

Zu 3.) Richtig! Die häufigsten Tic-Formen treten vor allem im Alter von 4-5 Jahren auf (ICD-10).

Zu 4.) Richtig! Die Tic-Störungen findest du in der ICD-10 unter F 95.

Zu 5.) Richtig! Im Schnitt zeigt eins von zehn Kindern vorübergehende Tics.

Info: Tics treten bei Jungs häufiger auf als bei Mädchen. Eine familiäre Häufung von Tics ist üblich. Die Tics treten nicht im Schlaf auf!


 

Frage 16 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Zwangsstörung (nach ICD‐10) treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

 

A). Patienten mit einer Zwangsstörung erleben ihre Zwangshandlungen im Gegensatz zur anankastischen (zwanghaften) Persönlichkeitsstörung üblicherweise als ich‐synton

B). Mindestens gegen einen Zwangsgedanken oder gegen eine Zwangshandlung muss der Patient noch Widerstand leisten

C). Mit Abstand am häufigsten kommt bei Zwangsstörungen der Zählzwang vor

D). Therapie der Wahl ist zunächst die alleinige Pharmakotherapie, erst bei Therapieresistenz sollte eine kognitive Verhaltenstherapie angewendet werden

E). Treten Zwangssymptome nach dem 40. Lebensjahr auf, sollte eine organische Ursache ausgeschlossen werden

Antworten B) und E) sind richtig.

 

Zu A) Falsch! Genau das Gegenteil ist der Fall! Patienten mit einer Zwangsstörung erleben ihre Zwangshandlungen als unsinnig und unangenehm, also ich-dyston (nicht zu sich gehörig)! Menschen mit einer anankastischen Persönlichkeit erleben ihre Zwangshandlungen hingegen als ich-synton (zu sich gehörig)!

Zu B) Richtig! Der Widerstand gegen mindestens einen Zwangsgedanken oder eine Zwangshandlung (wenn auch erfolglos) ist eine der diagnostischen Leitlinien für die Zwangsstörung.

Zu C) Falsch! Der Reinigungs- und Waschzwang kommt am häufigsten bei Zwangsstörungen vor, gefolgt vom Kontrollzwang. Erst danach folgt der Zählzwang.

Zu D) Falsch! Am besten bewährt hat sich eine Kombination aus Verhaltenstherapie und Pharmakotherapie.

Zu E) Richtig! Bei der Zwangsstörung liegt der Krankheitsbeginn meist in der Kindheit oder dem frühen Erwachsenenalter. Tritt die Zwangserkrankung also nach dem 40. Lebensjahr auf, so sollte eine organische Ursache ausgeschlossen werden.


 

Frage 17 von 28

Einfachauswahl

Welche Aussage trifft zu?

Bei der Neueinstellung eines Patienten mit depressiver Störung auf ein antriebssteigerndes Antidepressivum muss in den ersten Wochen der Einnahme mit erhöhter Suizidgefahr gerechnet werden, wegen:

 

A). unerträglicher unerwünschter Nebenwirkungen

B). eintretender Antriebssteigerung vor dem antidepressiven Effekt

C). fehlender Akzeptanz der Medikation durch die Angehörigen

D). eines unüberwindlichen inneren Therapiewiderstandes

E). Enttäuschung des Patienten aufgrund der Verzögerung des Wirkungseintrittes

 Antwort B) ist richtig.

 

Zu A) Falsch! Da Antidepressiva auch unerwünschte Nebenwirkungen haben können, kann die Einnahme für manche Menschen unerträglich sein. Meist verschwinden die Nebenwirkungen jedoch nach einiger Zeit wieder. Diese Nebenwirkungen erhöhen jedoch nicht das Suizidrisiko.

Zu B) Richtig! Bei Antidepressiva tritt der antriebssteigernde Effekt vor der Stimmungsaufhellung ein. Ist der Antrieb gesteigert, die Stimmung jedoch noch unverändert depressiv, besteht eine größere Gefahr einen Suizid zu begehen.

Zu C) Falsch!

Zu D) Falsch! Wenn der Therapiewiderstand so unüberwindbar ist, würde der Patient auch bei der Einnahme von Antidepressiva keine Compliance zeigen.

Zu E) Falsch! Im Regelfall wird der Patient vor der Einnahme über die Wirkweise des Antidepressivums aufgeklärt. 


 

Frage 18 von 28

Einfachauswahl

Ein 45‐jähriger Mann mit bekannter paranoid‐halluzinatorischer Schizophrenie greift aufgrund wahnhafter Verkennung einen Nachbarn an und wird gegen seinen Willen in der geschlossenen Station einer psychiatrischen Klinik zur weiteren Behandlung untergebracht.

Wer entscheidet rechtlich über die Unterbringung und Behandlung des Patienten für die nächsten Wochen?

 

A). Der zuständige Arzt des Gesundheitsamtes

B).Ein Richter des zuständigen Gerichts

C). Die Polizei, die den Patienten in die Klinik gebracht hat

D). Der Notarzt, der den Patienten in die Klinik gebracht hat

E). Der Oberarzt der geschlossenen Station, in die der Betroffene eingeliefert wurde

  Antwort B) ist richtig.

 

Zu B) Richtig!

Allgemeine Antwort: Die weitere Unterbringung und die weitere Behandlung, des psychisch kranken Patienten in der psychiatrischen Einrichtung, kann nur durch einen richterlichen Beschluss des zuständigen Gerichts erfolgen. Die Entscheidung liegt also allein beim zuständigen Richter! Der Richter macht sich dazu ein Bild des Patienten und hält Rücksprache mit dem behandelnden Arzt.

  • Merke: Bei einer Zwangseinweisung muss innerhalb von 24 Stunden ein richterlicher Beschluss vorliegen.

 

Frage 19 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen zur Schizophrenie treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

 

A). Ein Hinweis auf das Bestehen einer Schizophrenie sind Beziehungsideen

B). Ein allmählicher Krankheitsbeginn ist ein prognostisch günstiges Zeichen

C). änner erkranken in der Regel erst nach dem 30. Lebensjahr

D). Nach Absetzen einer neuroleptischen Medikation besteht kaum Rezidivgefahr

E). Affektverflachung und Sprachverarmung zählt man zu den Negativsymptomen 

Antworten A) und E) sind richtig.

 

Zu A) Richtig! Aus der Beziehungsidee ( Geschehnisse in der Umgebung bezieht der Betroffene auf sich selbst) kann ein Beziehungswahn entstehen, welcher typisch ist für die paranoide Schizophrenie.

Zu B) Falsch! Das Gegenteil ist der Fall! Prognostisch günstiger ist ein abruptes Auftreten.

Zu C) Falsch! Männer erkranken in der Regel zwischen dem 20. und 25.  Lebensjahr. Frauen zwischen 25 und 30 Jahren. Beide Geschlechter erkranken gleich häufig.

Zu D) Falsch! Durch das Absetzen von Neuroleptika besteht ein sehr hohes Rückfallrisiko (ca. 80%).

Zu E) Richtig! Affektverflachung und Sprachverarmung sind typische Negativsymptome der Schizophrenie. Weitere Negativsymptome sind: sozialer Rückzug, Antriebslosigkeit, Kontaktarmut, Anhedonie, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen und psychomotorische Hyperkinesien (z.B. Stupor und Mutismus).


 

Frage 20 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Zu den Kriterien der Anorexia nervosa (nach ICD‐10) zählen:

  1. Körperschema‐Störung
  2. Selbst herbeigeführter Gewichtsverlust
  3. Amenorrhoe
  4. Body‐Mass‐Index (BMI) unter 17,5 kg/m2
  5. Angeborene Hormonstörung

 

A). Nur die Aussagen 1 und 2 sind richtig

B). Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

C). Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

D). Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 4 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig 

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Die Körperschemastörung ist eine Störung der Körperwahrnehmung, bei der die Betroffenen eine verzerrte Wahrnehmung ihres eigenen Körpergewichts/Körpers haben. Laut ICD 10 " ist die Angst, zu dick zu werden eine tief verwurzelte überwertige Idee der Erkrankten."

Zu 2.) Richtig! Der Gewichtsverlust wird zum Beispiel herbeigeführt durch selbst induziertes Erbrechen, selbst induziertes Abführen, übertriebene körperliche Aktivitäten, Einnahme von Appettitzüglern oder Diuretika und die Vermeidung von hochkalorischen Speisen. 

Zu 3.) Richtig! Die Amenorrhoe (Ausbleiben der Regel) manifestiert sich als endokrine Störung (Hormonstörung) bei den Frauen, und bei den Männern als Libido- und Potenzverlust.

Zu 4.) Richtig! Der BMI bei Anorexia nervosa liegt bei < 17,5, während ein normaler BMI im Bereich von 19 - 25 liegt.

Zu 5.) Falsch! Während einer Anorexia nervosa können zwar Hormonstörungen auftreten (siehe Erklärung zu 3.), jedoch würde eine angeboreneHormonstörung die Diagnose Anorexia ausschließen. Desweiteren handelt es sich bei der Anorexie um eine psychische Erkrankung, während eine angeborenen Hormonstörung eine somatische Erkrankung darstellt. 


 

Frage 21 von 28

Mehrfachauswahl

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Wählen Sie zwei Antworten!

Kennzeichen einer sozialen Phobie ist/sind am ehesten:

 

A). Angst in Menschenmengen

B). Suggestibilität

C). Direkter Augenkontakt wird als belastend empfunden

D). Antriebsstörungen

E). Furcht vor Kritik 

Antworten C) und E) sind richtig.

 

Zu A) Falsch! Laut ICD-10 " handelt es sich bei der sozialen Phobie um die Furcht vor prüfender Betrachtung durch andere Menschen in verhältnismäßig kleinen Gruppen (nicht dagegen in Menschenmengen) und führen schließlich dazu, das soziale Situationen vermieden werden."

Zu B) Falsch! Psychologisch bedeutet Suggestibilität, dass eine suggestible Person leicht eine Vorstellung übernimmt, die man ihr vorträgt bzw. die man ihr ansagt. Die Suggestibilität ist kein Kennzeichen einer Phobie!

Zu C) Richtig! Betroffene einer sozialen Phobie empfinden den direkten Blickkontakt als belastend und vermeiden ihn deshalb so gut es geht.

Zu D) Falsch! Bei Menschen mit einer sozialen Phobie ist der Antrieb nicht beeinflusst.

Zu E) Richtig! Menschen mit einer soziale Phobie haben in der Regel ein niedriges Selbstwertgefühl und fürchten sich vor Kritik. Oft sind sie selbst ihr schärfster Kritiker und befürchten deshalb auch, dass andere Menschen ihre Schwächen (tatsächliche oder eingebildete Schwächen) erkennen und sie deswegen ablehnen. 


 

Frage 22 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen treffen zu?

Frühkindlicher Autismus

  1. zählt nach ICD‐10 zu den tief greifenden Entwicklungsstörungen
  2. ist gekennzeichnet durch einen krankhaften Zustand von Selbstbezogenheit und sozialem Rückzug, bei dem Sprache, Kontaktaufnahme, Empathie, Interessen und Entwicklungsfähigkeit gestört sind.
  3. ist gleichzusetzen mit dem Asperger‐Syndrom
  4. tritt bei Jungen häufiger auf
  5. ist eine sehr häufige Erkrankung bei Kinden

 

A). Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

B). Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

C). Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D). Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

Antwort B) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Beim frühkindlichen Autismus handelt es sich um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, bei der die Funktionsfähigkeit in den folgenden 3 Bereichen gestört ist:

  1. In der sozialen Interaktion
  2. In der Kommunikation
  3. in eingeschränkten repetitiven (wiederholendem) Verhalten

Zu 2.) Richtig! Autistische Kinder suchen wenig bis keinen Kontakt zu anderen Menschen und reagieren selten positiv auf Annäherungsversuche anderer, weil ihre sozialen Fähigkeiten und die der Kommunikation in ihrer Funktion gestört sind. Ihnen fehlt die Fähigkeit  Mimik, Gestik oder Tonlagen einzuordnen oder sie selbst anzuwenden.

Zu 3.) Falsch! Im Gegensatz zu Kindern mit Autismus sind Kinder mit Asperger geistig normal entwickelt, haben häufig Spezialinteressen und sind mitunter sogar hochbegabt. Sie haben keine oder nur eine leichte Sprachverzögerung. Auffallend bei ihnen ist ihre motorische Ungeschicklichkeit.

Zu 4.) Richtig! Die Störung tritt bei Jungen 3-4 mal häufiger auf als bei Mädchen.

Zu 5.) Falsch! Von 1000 Kindern erkranken ca. 2 Kinder an Autismus.


 

Frage 23 von 28

Aussagenkombination

Ein Patient möchte sich von Ihnen psychotherapeutisch behandeln lassen.

Welche der im Folgenden genannten Symptome stützen den Verdacht auf eine Hyperthyreose?

  1. Motorische Unruhe
  2. Schlaflosigkeit
  3. Gewichtszunahme
  4. Bradykardie
  5. Hervortreten der Augäpfel (Exophthalmus)

 

A). Nur die Aussagen 1 und 5 sind richtig

B). Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

C). Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

D). Nur die Aussagen 1, 2, 4 und 5 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

Antwort C) ist richtig.

 

Zu 1.) zu 2.) zu 5.) Richtig! Bei der Hyperthyreose handelt es sich um einen beschleunigten Stoffwechsel. Typische allgemeine Symptome sind unter anderem:

  1. Motorische Unruhe
  2. Schlaflosigkeit
  3. das Hervortreten der Augäpfel
  4. vermehrter Durst
  5. schnelles Schwitzen
  6. Muskelschmerzen, Muskelschwäche
  7. Haarausfall
  8. Zittern der Hände

Zu 3.) Falsch! Bei der Hyperthyreose hätte der Patient eher eine Gewichtsabnahme trotz gesteigerten Appetits.

Zu 4.) Falsch! Ein Symptom der Hyperthyreose ist die Tachykardie (Herzrasen) und Betroffene haben einen schnellen Puls. 


 

Frage 24 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen trifft (treffen) zu?

Ein Behandlungs‐ bzw. Tätigkeitsverbot besteht für Inhaber einer auf das Gebiet der Psychotherapie beschränkten Heilpraktikererlaubnis für die

  1. psychoanalytische Therapie eines psychisch kranken Patienten mit chronischer Borreliose
  2. Verordnung von Betäubungsmitteln
  3. psychotherapeutischen Behandlung der depressiven Störungen eines Patienten mit bekannter HIV‐Infektion
  4. Empfehlung einer stationären Behandlung
  5. Psychoedukation bei einem schizophrenen Patienten

 

A). Nur die Aussage 2 ist richtig

B). Nur die Aussage 3 ist richtig

C). Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

D). Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

 Antwort A) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch! Mit entsprechender psychoanalytischer Ausbildung darf ein Heilpraktiker für Psychotherapie natürlich einen psychisch kranken Menschen mit chronischer Borreliose behandeln. Er behandelt ja schließlich damit nicht die Borreliose :-)

Zu 2.) Richtig! Betäubungsmittel (sowie alle anderen Medikamente) dürfen nur Ärzte und Psychiater verordnen.

Zu 3.) Falsch! Auch hier gilt: Mit entsprechender Ausbildung darf ein HP-Psy einen depressiven Patienten behandeln. Die HIV-Infektion spielt dabei keine Rolle, sie muss anderweitig fachärztlich behandelt werden.

Zu 4.) Falsch! Eine stationäre Behandlung empfehlen darf ein Heilpraktiker für Psychotherapie, jedoch kann/darf er keine verordnen.

Zu 5.) Falsch! Die Behandlung von schizophrenen Patienten ist Aufgabe der Psychiater. Eine Psychoedukation sowie eine unterstützende Behandlung (supportive Therapie) darf aber auch ein HP-Psy durchführen.


 

Frage 25 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Störungsbilder sind nach ICD‐10 den affektiven Störungen zugeordnet?

  1. Hypomanie
  2. Manie mit psychotischen Symptomen
  3. Dysthymia
  4. Neurasthenie
  5. Zyklothymia

 

A). Nur die Aussagen 3 und 5 sind richtig

B). Nur die Aussagen 1, 2 und 3 sind richtig

C). Nur die Aussagen 2, 4 und 5 sind richtig

D). Nur die Aussagen 1, 2, 3 und 5 sind richtig

E). Alle Aussagen sind richtig

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) zu 2.) zu 3.) und zu 5.) Richtig! Diese Störungsbilder findest du in der ICD-10 unter F3.

Zu 4.) Falsch! Die Neurasthenie gehört nicht zu den affektiven Störungen, sondern zu den neurotischen Störungen (F48.0). Unter Neurasthenie versteht man die Erschöpfung nach leichtester körperlicher oder geistiger Anstrengung. Häufig wird das Syndrom auch als Burn Out bezeichnet. Sie wird heute nur noch selten diagnostiziert.


 

Frage 26 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Merkmale lassen am ehesten an eine narzisstische Persönlichkeitsstörung denken?

  1. ingeschränkte Fähigkeit beim Treffen von alltäglichen Entscheidungen ohne Ratschläge und Bestätigung von anderen
  2. Die Betroffenen besitzen in der Regel eine übersteigerte Anspruchshaltung in Bezug auf Mitmenschen
  3. Umstände, welche als massive persönliche Kränkung empfunden werden, können zu akuter Suizidalität führen
  4. Mangelnde Empathie anderen Menschen gegenüber
  5. Übermäßige Gewissenhaftigkeit bis hin zum Perfektionismus, um Fehler zu vermeiden

 

A). Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

B). Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

C). Nur die Aussagen 1, 3 und 5 sind richtig

D). Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E). Nur die Aussagen 3, 4 und 5 sind richtig

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch! Die eingeschränkte Fähigkeit beim Treffen von alltäglichen Entscheidungen ohne Ratschläge und Bestätigung von anderen würde für eine abhängige Persönlichkeitsstörung sprechen.

Zu 2.) zu 3.) zu 4.) Richtig! Das sind typische Merkmale einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung.

Zu 5.) Falsch! Die übermäßige Gewissenhaftigkeit bis hin zum Perfektionismus, um Fehler zu vermeiden ist ein typisches Merkmal der anankastischen Persönlichkeitsstörung.


 

Frage 27 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zur dissoziativen Amnesie treffen zu?

  1. Charakteristisch ist eine partielle oder vollständige Amnesie für kürzlich traumatisierende oder belastende Ereignisse
  2. Charakteristisch ist das Fehlen von hirnorganischen Störungen, Intoxikation oder extremer Erschöpfung
  3. Die dissoziative Amnesie ist ein typisches Symptom einer Alzheimer‐Krankheit
  4. Schwierig ist es, eine bewusste Simulation der Amnesie auszuschließen
  5. Eine dissoziative Amnesie ist grundsätzlich nicht reversibel

 

A). Nur die Aussagen 1 und 4 sind richtig

B). Nur die Aussagen 2 und 4 sind richtig

C). Nur die Aussagen 1, 2 und 4 sind richtig

D). Nur die Aussagen 1, 2 und 5 sind richtig

E). Nur die Aussagen 1, 3, 4 und 5 sind richtig

Antwort C) ist richtig.

 

Zu 1.) Richtig! Die partielle oder vollständige Amnesie für kürzlich traumatisierende oder belastende Ereignisse ist sogar das wichtigste Kennzeichen der dissoziativen Amnesie. 

Zu 2.) Richtig! Das Fehlen von hirnorganischen Störungen, Intoxikation oder extremer Erschöpfung ist eine der beiden diagnostischen Leitlinien der ICD-10.

Zu 3.) Falsch! Die Amnesie bei der Alzheimer-Krankheit ist organisch bedingt. Im Gegensatz dazu, ist die dissoziative Amnesie eine psychische Erkrankung, die durch ein traumatisches Erlebnis ausgelöst wird.

Zu 4.) Richtig! Laut ICD-10 "Am schwierigsten ist es eine bewusste Simulation der Amnesie auszuschließen."

Zu 5.) Falsch! Alle dissoziativen Zustände tendieren dazu sich nach einigen Wochen oder Monaten wieder aufzulösen.


 

Frage 28 von 28

Aussagenkombination

Welche der folgenden Aussagen zu Psychotherapieverfahren treffen zu?

  1. Das katathyme Bilderleben gehört zu den verhaltenstherapeutischen Verfahren
  2. Zu den systemischen Therapien gehört die Technik des zirkulären Fragens
  3. Indikationen der Verhaltenstherapie sind Depressionen sowie Angst‐ und Zwangsstörungen
  4. Bei Kindern können analytische Techniken angewendet werden
  5. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie gehört zu den imaginativen Verfahren

 

A). Nur die Aussagen 1 und 3 sind richtig

B). Nur die Aussagen 2 und 3 sind richtig

C). Nur die Aussagen 1, 4 und 5 sind richtig

D). Nur die Aussagen 2, 3 und 4 sind richtig

E). Nur die Aussagen 2, 3 und 5 sind richtig 

Antwort D) ist richtig.

 

Zu 1.) Falsch! Das katathyme Bilderleben gehört zu den humanistischen Therapieverfahren. Beim katathymen Bilderleben wird mit Imaginationen und mit Hilfe von Tagträumen therapeutisch gearbeitet.

Zu 2.) Richtig! Bei den zirkulären Fragen werden ab- oder anwesende Systemmitglieder werden in Beratung ohne direkte Ansprache mit einbezogen. Beispielfrage: "Was würde dein Mann sagen, wenn er wüsste das du heute hier bist?"

Es gibt noch viele weitere Frageformen in der systemischen Therapie, unter anderem die hypothetische Fragen (Wunderfrage: "Was wäre wenn...."), die „Wofür-ist-das-gut?“ Fragen und die Skalierungsfragen.

Zu 3.) Richtig! Die Verhaltenstherapie hat sich besonders bei Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen bewährt.

Zu 4.) Richtig! Die Kinderanalyse geht davon aus, dass den psychischen Problemen eines Kindes unbewusste Konflikte zugrunde liegen. In der analytischen Kinderpsychotherapie werden je nach Alter des Kindes spieltherapeutische Verfahren angewendet. Anders als bei Erwachsenen steht bei den Kindern nicht die freie Assoziation, sondern das freie Spiel im Vordergrund.

Zu 5.) Falsch! Imaginationsverfahren bilden einen Bestandteil vieler Verfahren der Psychotherapie sind aber keine eigene Therapieform. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie nicht damit. Beim Imaginationsverfahren werden durch bestimmte mentale Vorstellungen Zustände der Entspannung erzeugt. Ein bekanntes Beispiel ist die systematische Desensibilisierung bei der Verhaltenstherapie. 

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